Kleist-Museum wird Landesstiftung

Kleist-Museum wird Landesstiftung

Das Kleistmuseum in Frankfurt (Oder) - die größte Literaturgedenkstätte Brandenburgs - wird ab 2019 eine Landesstiftung. Einen entsprechenden Gesetzentwurf habe das Kabinett gebilligt, teilte das Kulturministerium am Mittwoch mit. Das Land wolle die finanzielle Unterstützung von bislang 248 000 auf rund 500 000 Euro pro Jahr aufstocken. Der Landtag werde über den Beschluss entscheiden.

Kleist-Museum

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Das alte Gebäude des Kleist-Museums und daneben der Neubau (r). Foto: Patrick Pleul/Archiv

Mit der Landesstiftung solle die wissenschaftliche Arbeit und die öffentliche Wahrnehmung des Museums gestärkt werden, betonte Kulturministerin Martina Münch (SPD). Innovative Projekte und Ausstellungen sollen ermöglicht werden. Das weltweit einzige Museum über Heinrich von Kleist sei ein kulturelles Aushängeschild.
In Brandenburg gibt es bereits mehrere Landesstiftungen: für das Landesmuseum für moderne Kunst, für die Landesbühnen und für Park und Schloss Branitz zum Pückler-Erbe.
Das Museum bewahrt, sammelt, erschließt, erforscht und präsentiert Leben, Werk und Wirkung von Kleist (1777-1811). Es verfügt über eine umfangreiche Sammlung sowie eine Spezial- und Forschungsbibliothek mit etwa 10 000 Bänden. Bekannt sind vor allem seine Werke «Das Käthchen von Heilbronn», «Der zerbrochene Krug» und die Novelle «Michael Kohlhaas».

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 29. August 2018