Armutsgefährdung im Ausbildungsalter rückläufig

Armutsgefährdung im Ausbildungsalter rückläufig

Die Gefahr, von Armut betroffen zu sein, wird für 18- bis unter 25-Jährige in Brandenburg geringer - dennoch ist mehr als jeder Fünfte betroffen. 2017 lag die Armutsgefährdungsquote für diese Altersgruppe bei 22,5 Prozent (2016: 26,1 Prozent), wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Donnerstag in Potsdam mitteilte. Insgesamt gesehen lag die Quote in Brandenburg bei 13,1 Prozent (2016: 13,4).

Zwei Hände halten ein Portemonnaie

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Zwei Hände halten ein Portemonnaie mit Geld. Foto: Andreas Gebert/Archiv

Die Statistiker stützten sich bei der Berechnung auf den Mikrozensus. Die Armutsgefährdungsquote bildet den Angaben zufolge den Anteil der Bevölkerung in Privathaushalten ab, deren Pro-Kopf-Einkommen unter einer gewissen Schwelle liegt. Diese ist bei 60 Prozent des durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommens in einem Bundesland angesetzt. Für Brandenburg lag die Schwelle im Jahr 2017 bezogen auf einen Ein-Personen-Haushalt bei 959 Euro.
Die herangezogenen Pro-Kopf-Einkommen werden zudem bedarfsgewichtet berechnet. Das bedeutet, dass in Haushalten mit mehreren Mitgliedern zum Beispiel bei bestimmten Konsumartikeln im Vergleich zu einem Ein-Personen-Haushalt Einspareffekte vermutet werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 23. August 2018