Folgen der Zivilisation bedrohen Fledermäuse

Folgen der Zivilisation bedrohen Fledermäuse

Intensive Landwirtschaft, Insektensterben und Lichtverschmutzung - diese und andere Folgen der Zivilisation gefährden Fledermäuse in ihrem Bestand. Darauf weisen Experten des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) und des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin im Vorfeld der diesjährigen Europäischen Fledermausnacht am 25. August hin. Mit der Veranstaltung werben die Naturschützer und Wissenschaftler für eine größere Rücksicht auf Fledermäuse in Deutschland. Die flatterhaften Insektenfresser sind laut europäischem Artenschutzabkommen streng geschützt.

Fledermäuse hängen ganz dicht beieinander in einem Gewölbe

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Fledermäuse hängen ganz dicht beieinander in einem Kellergewölbe. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Die Unterzeichner des Abkommens hätten sich verpflichtet, die Lebensräume der Fledermäuse zu erhalten. Stattdessen würden alte hohle Bäume gefällt, Eiskeller oder auch Dachgeschosse umgebaut und die nachtaktiven Hautflügler damit verdrängt, sagt Ursula Grützmacher, Leiterin des Internationalen Fledermausmuseums Julianenhof in Brandenburg. Auch die etwa 30 000 Windräder deutschlandweit trügen zur Gefährdung des Fledermausbestands bei, ergänzt Wissenschaftler Christian Voigt vom Leibniz-Institutes für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin. Genaue Zahlen zu den Beständen gebe es allerdings nicht, da ein Monitoring bei den nachtaktiven Tieren sehr schwierig sei.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 21. August 2018 08:50 Uhr

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