Reifenbrände: Bürgermeister sieht Landesumweltamt in Pflicht

Reifenbrände: Bürgermeister sieht Landesumweltamt in Pflicht

Nach den beiden Bränden in einem Reifenlager in Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) ist die Frage der Entsorgung noch ungeklärt. Er sehe hier das Landesumweltamt in der Pflicht, sagte Bürgermeister Andreas Fredrich (SPD) am Freitag dem RBB-Sender Antenne Brandenburg. Es habe die Genehmigung für den Betrieb der Anlage erteilt. Fredrich sprach von gefährlichem Sondermüll auf dem illegalen Lagerplatz, der auch zu starker Geruchsbelästigung der Anwohner führe.

Feuerwehrmänner löschen einen Brand

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Feuerwehrmänner löschen einen Brand in einen großen Reifenlager in Senftenberg. Foto: Steffen Rasche/Archiv

Mitarbeiter des Amtes hätten sich am Freitag erneut am Brandort umgesehen, sagte sein Sprecher Thomas Frey der Deutschen Presse-Agentur. Die Situation vor Ort werde noch einmal genau begutachtet, um nötige Schritte zu überlegen. Von den etwa 3000 Tonnen gelagerten Altreifen- beziehungsweise Altgummi-Abfällen waren etwa drei Viertel von den Bränden betroffen. Die Entsorgungskosten liegen Frey zufolge im sechsstelligen Bereich.
Bereits seit der Einstellung des Betriebes wegen Insolvenz 2009 versuche das Landesamt, die Beräumung der Flächen mit den zur Verfügung stehenden Rechtsmitteln durchzusetzen. Das Verfahren laufe noch.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 10. August 2018