Harte Arbeit bei Hitze für Friedhofsmitarbeiter

Harte Arbeit bei Hitze für Friedhofsmitarbeiter

Brandenburg ächzt unter der Hitze. Auch Friedhofsmitarbeiter leiden unter den heißen Temperaturen. Beigesetzt wird trotzdem.

Gießkannen auf einem Friedhof

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Gießkannen hängen auf einem Friedhof. Foto: Jan Woitas

Seit Tagen herrscht in Brandenburg Hitze - besonders die Arbeit im Freien fällt bei den hochsommerlichen Temperaturen schwer. Darunter leiden auch die Friedhofsmitarbeiter im Land. «Es ist eine Doppelbelastung», sagt Olaf Ihlefeld, Leiter des Südwestkirchhofs Stahnsdorf. Zu der ohnehin schon psychischen Belastung komme die Hitze. «Es ist ernsthafte, harte Arbeit.»
Auf dem großen Friedhofsgelände im Landkreis Potsdam-Mittelmark seien größere Arbeiten mit Geräten aus Schutz der Mitarbeiter und der hohen Brandgefahr vorerst eingestellt worden. Auch Fahrzeuge seien auf dem Friedhofsgelände mit wenigen Ausnahmen nicht mehr erlaubt. Grabkerzen dürften Besucher schon lange nicht mehr anzünden. «Daran halten sich viele aber nicht», sagt Ihlefeld. Die Mitarbeiter müssten extra Kontrollrundgänge machen, um brennende Kerzen zu löschen.
Bestattungstermine würden wegen der Hitze nicht verschoben. «Die Termine sind Wochen im Voraus gebucht. Das können wir der Trauergemeinde nicht zumuten.» Um besonders älteren Friedhofsbesuchern lange Wege zu ersparen, verkehren die eingesetzten Elektromobile häufiger vom Eingang zu den Grabstellen. Bei Beisetzungen gebe es extra Wasser.
Auch in Brandenburg an der Havel läuft der Bestattungsbetrieb «wie gewohnt», sagt Manuela Garmatter, Leiterin kommunale Friedhöfe der Stadt. Beigesetzt wird hier von vormittags bis nachmittags. «Uns wären frühere Bestattungen auch lieber.» Doch die Zeiten würden durch die Bestatter festgelegt. Und diese seien lange im Voraus geplant. Wünschen nach Beisetzungen in den Morgenstunden käme man natürlich nach. Entsprechende Anfragen seien bisher noch nicht gestellt worden.
Auf dem Friedhof in Potsdam werden seit der lang anhaltenden Hitze die sonst eher unerwünschten Termine um 9.00 Uhr und 10.15 Uhr häufiger gebucht, bemerkt Gunther Butzmann, Bereichsleiter Friedhöfe der Stadt. Anfragen, Termine zu verschieben, habe es noch nicht gegeben. «Es hängen an den vereinbarten Terminen so viele organisatorische Dinge wie versendete Einladungen, Annoncen in der regionalen Presse und Bestellung von Blumen und Gebinden», erklärt Butzmann. Das Verschiebungen eher unwahrscheinlich. Auf Wunsch käme man diesen aber nach.
Laut Wetterexperten soll es in den kommenden Tagen ein wenig kühler werden. Nach der Gluthitze der vergangenen Tage drohen in Berlin und Brandenburg am Donnerstag lokale Gewitter mit Unwettergefahr. Starkregen, Hagel und Sturmböen seien möglich, hieß es auf der Internetseite des Deutschen Wetterdienstes. Dennoch sollte es schwül bleiben - bei 30 bis 34 Grad.
Totensonntag
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 8. August 2018 14:30 Uhr

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