Alltagsleben von Behinderten in der DDR wird erforscht

Alltagsleben von Behinderten in der DDR wird erforscht

Wissenschaftler wollen mit einem neuen Forschungsprojekt das Alltagsleben von behinderten Menschen in der DDR untersuchen. Bislang sei das Thema kaum erforscht, teilte die Universität der Bundeswehr München am Mittwoch mit. Die Hochschule möchte demnach untersuchen, wie der Staat die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Handicap berücksichtigt hat, beispielsweise bei der Fortbewegung.

Ein Rollstuhl

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Ein Rollstuhl steht in einem Zimmer. Foto: Candy Welz/Archiv

Die Integration von Behinderten in die Gesellschaft und die Arbeitswelt sei ein weiterer Aspekt. Behinderte «standen der Idee eines aktiven planmäßigen Aufbaus des Sozialismus im Arbeiter- und Bauernstaat im Wege», sagte ein Uni-Sprecher. Darüber hinaus wollen die Forscher rekonstruieren, wie die DDR-Presse und der Rundfunk über Menschen mit Handicap berichtet haben.
Die Untersuchung ist Teil eines Verbundprojektes mit der Universität Kiel, das mit 675 000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Es soll im kommenden November starten und ist auf vier Jahre angelegt. Im Jahr 2021 sollen die Forschungsergebnisse veröffentlicht werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 1. August 2018