Wirtschaftsforscher gegen «Treuhand-Wahrheitskommission»

Wirtschaftsforscher gegen «Treuhand-Wahrheitskommission»

Die Arbeit der Treuhandanstalt muss nach Ansicht des Präsidenten des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Reint E. Gropp, objektiv aufgearbeitet werden. Wichtig sei es, nach fast 30 Jahren die langfristigen Auswirkungen der Behörde auf die Gesellschaft zu erforschen, sagte Gropp der Deutschen Presse-Agentur. Eine von der SPD geforderte «Treuhand-Wahrheitskommission» lehnte er allerdings ab. Allein mit der Bezeichnung werde unterstellt, die Behörde habe Unrechtes getan. Die Ausgangslage sei für die Treuhand außerordentlich schwierig gewesen. Die Wirtschaftsstruktur in der DDR sei schon vor der Wiedervereinigung nicht wettbewerbsfähig gewesen. Die Treuhand hatte die Aufgabe, die DDR-Wirtschaft zu privatisieren.

Reint E. Gropp

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Reint E. Gropp, Präsident des Leibniz-instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), steht vor dem Sitz des Instituts. Foto: Hendrik Schmidt

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 21. Juli 2018