Grünen-Kritik: Verordnung zu Spargel-Folien noch nicht da

Grünen-Kritik: Verordnung zu Spargel-Folien noch nicht da

Die Grünen-Fraktion im Brandenburger Landtag kritisiert, dass im Land immer noch eine Verordnung zum Spargelanbau unter Kunststofffolie in Naturschutzgebieten fehlt. Seit Jahren sei bekannt, dass das Artensterben mit den Folien zusammenhänge, weil sie die Erde abdeckten, betonte Benjamin Raschke, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion, am Samstag in einer Mitteilung. Vögel kommen dadurch nicht mehr an Insekten als Futterquelle heran. Raschke forderte bis Jahresende die Festlegung eindeutiger Richtlinien. Spargelbauern regulieren über weiße und schwarze Folie die Wärme in den Dämmen und damit das Wachstum des Spargels.

Spargelfeld aus der Luft

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Erntehelfer arbeiten auf einem Spargelfeld. Foto: Uwe Anspach/Archiv

In einer Antwort auf eine aktuelle Parlamentsanfrage der Fraktion habe das Umweltministerium bestätigt, dass seit 2016 an dieser Vorschrift gearbeitet werde. Das sei geradezu fahrlässig, dass es so lange dauere, sagte er. Die Unteren Naturschutzbehörden benötigten eindeutige Handlungsanweisungen, wie sie mit Anträgen auf Folienanbau in den Schutzgebieten umgehen sollten.
Nach Angaben des Ministeriums ist der Anbau von Spargel in Brandenburg in besonders geschützten europäischen Natura-2000-Naturschutzgebieten in den vergangenen zehn Jahren um fast 60 Prozent auf rund 1025 Hektar gestiegen. Das Gemüse steht im Land auf knapp 4900 Hektar.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 14. Juli 2018 12:40 Uhr

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