Funklöcher: Landesregierung fordert Bund zum Handeln auf

Funklöcher: Landesregierung fordert Bund zum Handeln auf

Die Brandenburger Landesregierung hat die Deutsche Telekom und die Bundesregierung aufgefordert, endlich für eine flächendeckende Mobilfunk-Versorgung auch in ländlichen Gebieten zu sorgen. Anlass war eine Aktion des Bundesministers für digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer (CSU), der am Mittwoch in dem brandenburgischen Dorf Kleßen-Görne (Havelland) öffentlichkeitswirksam zwei mobile Funkmasten in Betrieb nahm. «Das Dorf, dem seit über 10 Jahren Mobilfunk versprochen wird, bekommt endlich Anschluss», teilte das Bundesministerium mit.

Ein Mobilfunkmast

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Ein Mobilfunkmast. Foto: Jens Büttner

«Bislang hieß es von Seiten der Mobilfunkbetreiber immer, dass eine wirtschaftliche Lösung unter anderem für die Gemeinde Kleßen-Görne nicht möglich wäre», sagte Staatskanzleichef Martin Gorholt (SPD). Daher sei der Anschluss des Dorfes mit 360 Einwohnern ans Mobilfunknetz sehr zu begrüßen. «Das lässt hoffen, dass das Wirtschaftlichkeitsargument nicht mehr ganz oben auf der Agenda der Telekom steht und davon auch andere Standorte profitieren.»
Finanzminister Christian Görke (Linke) forderte Minister Scheuer auf, den Mobilfunk als Universaldienst im Telekommunikationsgesetz festzuschreiben. «Denn das ist aus meiner Sicht Mindeststandard, der jedem zusteht», sagte Görke. «Und nur so können die auch im Land Brandenburg noch vorhandenen Funklöcher zügig und flächendeckend geschlossen werden.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 11. Juli 2018