Zahl der Sozialwohnungen in Brandenburg stark gesunken

Zahl der Sozialwohnungen in Brandenburg stark gesunken

Die Zahl der mietpreisgebundenen Wohnungen zwischen Elbe und Oder ist 2017 auf 40.700 gesunken, wie das Brandenburger Infrastrukturministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Sozialwohnung

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Blick auf einen Neubaublock aus DDR-Zeiten. Foto: Stefan Sauer/Archiv

Im Jahr zuvor lag die Zahl demnach noch bei 48 911. In Verbindung mit Zahlen der Bundesregierung ergibt sich daraus, dass in Brandenburg seit 2004 rund 72 500 Sozialwohnungen verloren gegangen sind.
Ein Grund für den Rückgang ist, dass bundesweit immer mehr günstige Wohnungen aus der Preisbindung herausfallen. «Die Anzahl der neu gebauten Sozialwohnungen reicht nicht einmal ansatzweise, um den Wegfall zu kompensieren», beklagte die Linken-Bundestagsabgeordnete Caren Lay. «Das ist politisch schlicht fahrlässig, da bundesweit über vier Millionen Sozialwohnungen fehlen.» Lay fragt im Bundestag regelmäßig Zahlen zu den mietpreisgebundenen Wohnungen ab.
Sozialwohnungen werden in Deutschland in der Regel von kommunalen Wohnungsunternehmen, Genossenschaften oder privaten Investoren gebaut. Diese bekommen gute Darlehensbedingungen oder einen Zuschuss. Dafür sind die Wohnungen über einen bestimmten Zeitraum mietpreisgebunden, also relativ günstig. Sie dürfen nur an einen bestimmten Personenkreis vermietet werden, etwa Geringverdiener.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 5. Juli 2018