Medizinstudenten unterrichten Grundschüler in Erster Hilfe

Medizinstudenten unterrichten Grundschüler in Erster Hilfe

Brandenburger Medizinstudenten haben ein Erste-Hilfe-Projekt für Grundschulen entwickelt. Vor zwei Jahren gründeten sie dafür auf Initiative des Frankfurters Philipp Humbsch den Verein «Pépinière», französisch für «Baumschule». Benannt wurde der gemeinnützige Zusammenschluss nach einer Akademie, die einst Militärärzte für die preußische Armee ausbildete.

Schülerin übt die Wiederbelebung an einem Dummy

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Eine Schülerin übt die Wiederbelebung an einem Dummy während des Projektes «Jeder kann ein Held sein». Foto: Patrick Pleul

Unter dem Motto «Jeder kann ein Held sein» erlernten bisher mehr als 3 600 Kinder an über 30 Grundschulen, was eine stabile Seitenlage ist, wie man einen Druckverband anlegt oder mit einer Herz-Druckmassage in Notfällen Erste Hilfe leistet. An jeweils zwei Projekttagen werden die Mädchen und Jungen geschult, zum Abschluss am dritten Tag müssen sie das Erlernte theoretisch und praktisch unter Beweis stellen, um das «Heldendiplom» abzulegen.
Der Verein hat inzwischen rund 60 ehrenamtliche Ausbilder - neben Medizinstudenten auch Rettungssanitäter und Feuerwehrleute. «Pépinière» ist ausgebucht bis zum Herbst nächsten Jahres. Nach den Sommerferien geht das Projekt «Jeder kann ein Held sein» im August weiter an der Burgschule in Lebus (Märkisch-Oderland).

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 3. Juli 2018