Warnstreik bei Automobilzulieferer Schlote in Brandenburg

Warnstreik bei Automobilzulieferer Schlote in Brandenburg

Beschäftigte des Metall-Unternehmens Schlote wollen eine Tarifbindung duchsetzen. Die Gewerkschaft beklagt eine starre Haltung der Arbeitgeber und versucht es nun mit höherem Druck.

IG Metall-Fahne

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Eine Fahne der Gewerkschaft IG-Metall. Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv

Brandenburg (dpa/bb) - Beschäftigte des Metallunternehmens Schlote in Brandenburg/Havel sind am Donnerstag in einen ganztätigen Warnstreik getreten. Am frühen Morgen legten nach Gewerkschaftsangaben 30 der insgesamt 160 Mitarbeiter die Arbeit nieder. Die IG Metall fordert für die Beschäftigten des Automobilzulieferers eine Tarifbindung mit stufenweiser Heranführung an das Niveau des Flächentarifvertrages der Metall- und Elektroindustrie.
Leider halte es die Arbeitsgeberseite trotz dreier Warnstreiks nicht für notwendig, in Tarifverhandlungen einzutreten, kritisierte die IG Metall. Das Unternehmen wollte sich aktuell nicht zum Warnstreik und zu den weiteren Plänen äußern.
Bei Schlote werden nach Gewerkschaftsangaben Getriebegehäuse und andere Fahrzeugteile für die Autoindustrie hergestellt. Das Unternehmen war zunächst reiner Zulieferer, fertigt mittlerweile aber auch für Endkunden aus der Branche.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 28. Juni 2018