Ramelow: Kampf um Kali-Werk hat Selbstbewusstsein gestärkt

Ramelow: Kampf um Kali-Werk hat Selbstbewusstsein gestärkt

Nach Meinung von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat der Hungerstreik von Kali-Bergleuten in Bischofferode vor 25 Jahre Auswirkungen bis in die Gegenwart. Der monatelange Widerstand gegen die Stilllegung des Kali-Werks im Jahr 1993 habe das Selbstbewusstsein der Ostdeutschen gestärkt, sagte Ramelow der Deutschen Presse-Agentur.

Streik von Kali-Bergleuten in Bischofferode

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Streikende Kumpel halten im Jahr 1993 die Werktore ihrer Grube in Bischofferode besetzt. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv

«Aus diesem Arbeitskampf entstand ein Widerstandsgeist, der noch heute zu spüren ist.» Er schwinge mit, wenn es heute um den Erhalt von Arbeitsplätzen beispielsweise bei Siemens in Sachsen oder bei Opel in Eisenach gehe. Am 1. Juli 1993 hatte der über viele Wochen gehende Hungerstreik in Bischofferode begonnen.
An diesem Tag hatte der Treuhandausschuss des Bundestages dem «Fusionsvertrag zwischen der Kali und Salz AG Kassel, der Mitteldeutschen Kali AG und der Treuhandanstalt» zugestimmt. Damit verbunden war das Aus für das Kali-Werk Bischofferode und knapp ein halbes Dutzend weitere ostdeutsche Kali-Standorte. Ramelow sagte, die Kali- und Salzindustrie mit einigen wenigen noch produzierenden Standorten gehöre für ihn weiterhin zu Thüringen. Er kündigte für Herbst einen weiteren Kali-Gipfel im thüringischen Sondershausen an.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 28. Juni 2018