Behinderung von Rettungskräften: Landtag befragt Ministerin

Behinderung von Rettungskräften: Landtag befragt Ministerin

Mit der massiven Behinderung von Rettungskräften bei einem Unfall auf der Autobahn 24 wird sich nun auch der Landtag beschäftigten. Seine Fraktion habe den Vorfall auf die Tagesordnung des Verkehrausschusses gesetzt, sagte der verkehrspolitische Sprecher der CDU, Rainer Genilke, am Freitag. «Ich will von Ministerin Kathrin Schneider und von der Polizei wissen, wie solche lebensgefährlichen Pannen in Zukunft zu verhindern sind», sagte der Landtagsabgeordnete.

Kathrin Schneider (SPD)

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Kathrin Schneider (SPD), Verkehrsministerin in Brandenburg, spricht im Landtag. Foto: Bernd Settnik/Archiv

Bei dem Unfall auf der A 24 zwischen Herzsprung und Neuruppin in einer engen Baustelle hatten vergangenen Montag Rettungskräfte vier Kilometer zur Unfallstelle laufen müssen, um zwei schwer verletzte Unfallopfer zu versorgen. Die Autofahrer hatten in dem Nadelöhr keine Rettungsgasse zwischen den beiden Fahrspuren bilden können.
«In diesem Fall ist niemand zu Tode gekommen, aber wir können doch nicht warten, bis so etwas passiert», sagte Genilke. Nach seinen Erkenntnissen gibt es auf dem Berliner Ring noch zahlreiche Engstellen. «Ein Vertreter des Landesbetriebs hat mir erklärt, dass dies bei allen noch nicht sanierten Abschnitten aus DDR-Zeiten der Fall ist», erläuterte Genilke. «Dort ist der Standstreifen schmaler und bietet bei der Einrichtung von Baustellen weniger Platz.»
Die Unfallkommission hatte in dieser Woche empfohlen, in solchen Notfällen nach Möglichkeit die Gegenfahrbahn zu sperren, um den Rettungskräften einen Weg zu bahnen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 8. Juni 2018