Sorbische Minderheit will Aufbruch in die digitale Welt

Sorbische Minderheit will Aufbruch in die digitale Welt

Erstmals gibt es im Sächsischen Landtag am Montag eine öffentliche Anhörung zur Situation der sorbischen Minderheit. Im Ausschuss für Wissenschaft und Hochschule, Kultur und Medien geht es auch darum, welche Aufgaben für den Erhalt der sorbischen Sprache und Kultur in Zukunft wichtig werden. Sorben spürten zunehmend die Barrieren in der digitalen Welt, sagte der Domowina-Vorsitzender David Statnik im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb sei eine der wichtigsten Aufgaben der Politik, die Minderheitensprache ins digitale 21. Jahrhundert zu begleiten. In die Pflicht wollen die Sorben die Landesregierung auch beim Thema Lehrermangel nehmen. Grundlage der Anhörung im Ausschuss ist der Bericht zur Lage des sorbischen Volkes. Nach offiziellen Schätzungen gehören dazu rund 60 000 Menschen in der sächsischen Oberlausitz und der brandenburgischen Niederlausitz.

Domowina-Vorsitzende David Statnik

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Der Domowina-Vorsitzende David Statnik sitzt im Haus der Sorben in Bautzen (Sachsen). Foto: Miriam Schönbach/Archiv

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 8. Juni 2018