Kliniken in Südbrandenburg: 200 Beschäftigte im Warnstreik

Kliniken in Südbrandenburg: 200 Beschäftigte im Warnstreik

Mehr als 200 Beschäftigte der Klinikum Niederlausitz GmbH sind nach Angaben der Gewerkschaft Verdi für mehr Lohn in einen Warnstreik getreten. Verdi hatte die mehr als 900 nichtärztlichen Mitarbeiter der Krankenhäuser in Senftenberg und Lauchhammer im laufenden Tarifkonflikt Montag früh zu dem zweistündigen Ausstand aufgerufen.

Anstecker und Trillerpfeife

© dpa

Ein Anstecker mit der Aufschrift «Streik» und eine Trillerpfeife mit Verdi-Logo. Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv

Die Streikenden hätten deutlich gemacht, dass die vom Arbeitgeber angebotenen Lohnerhöhungen von jeweils zwei Prozent in den kommenden drei Jahren völlig unzureichend seien, sagte Verdi-Verhandlungsführer Ralf Franke. «Die Beschäftigten sehen nicht ein, warum Ihre Arbeitsleistung in Lauchhammer und Senftenberg um rund sieben Prozent schlechter vergütet werden soll, als die Arbeitsleistung der vergleichbaren Beschäftigten im Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus.»
Franke kritisierte die Landesregierung, die den Kliniken 65 Prozent der Investitionskosten aufbürde, obwohl diese von den Krankenkassen nur die laufenden Betriebskosten bezahlt bekämen. Auch der Landkreis Oberspreewald-Lausitz als Eigentümer habe Investitionsentscheidungen trotz fehlender Förderung durch das Land mitgetragen. «Am Ende sollen die Beschäftigten den Preis mit schlechteren Löhnen und weniger Personal selbst bezahlen», kritisierte Franke.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 4. Juni 2018