Erste Jungstörche geschlüpft: Hitze und wenig Nahrung

Erste Jungstörche geschlüpft: Hitze und wenig Nahrung

In Brandenburg strecken die ersten Jungstörche ihre Schnäbel aus den Nestern. Im Storchendorf Linum (Ostprignitz-Ruppin) habe er bereits fünf Jungstörche gesichtet, sagte Bernd Ludwig, Storchenexperte beim Naturschutzbund (Nabu) Brandenburg. Sie seien am Sonnabend vor einer Woche geschlüpft, das Schlüpfen der nächsten Störche werde erwartet. Und im Storchendorf Rühstädt gibt es mindestens zwei kleine Storchenbabys, wie das Nabu-Besucherzentrum in der Prignitz mitteilte.

Nachwuchs beim Storch

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Ein Jungstorch schaut zu einem Elterntier mit ausgebreiteten Flügeln. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Doch Hitze und Nahrungsknappheit machen den Altstörchen die Aufzucht der Jungen schwer - noch nicht alle brüten. «Gerade jetzt in der Brutzeit ist die Hitze sehr, sehr ungünstig», sagte Bernd Ludwig. «Hauptnahrungsquelle der Adebare sind Regenwürmer. Und die verkriechen sich bei der Trockenheit tief in der Erde.» Auch Amphibien und Feldmäuse seien rar und Heuschrecken noch zu winzig. Auf Nahrungssuche seien Altstörche auch am Straßenrand unterwegs, was in jüngster Zeit häufiger zu Unfällen mit Autos geführt habe, so Ludwig. «Die Vögel fliegen flach an und krachen dann gegen das Auto.»
Viele Nester seien leer geblieben oder die Tiere zogen bereits wieder aus, sagte die Geschäftsführerin des Nabu Brandenburg, Christiane Schröder. Bei der anhaltenden Trockenheit könne man flache Schälchen mit Wasser in die Nähe von Storchennestern aufstellen, rät sie.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 2. Juni 2018