Cottbus soll womöglich Sicherheitszentrum erhalten

Cottbus soll womöglich Sicherheitszentrum erhalten

Nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen in Cottbus soll in der Lausitzmetropole womöglich ein sogenanntes «Sicherheitszentrum Innenstadt» eingerichtet werden. Der Landtag in Potsdam verabschiedete am Freitag mit großer Mehrheit einen Antrag von SPD, CDU und Linke, wonach die Landesregierung dies prüfen soll.

Karl-Heinz Schröter

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Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) spricht während einer Sitzung des Innenausschusses des Landtags. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv

Der Idee nach sollen dort Landespolizisten und Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes gemeinsam als Ansprechpartner für die Bürger zur Verfügung stehen. Der Linken-Abgeordnete Hans-Jürgen Scharfenberg (Linke) sagte, damit komme man einem Prüfwunsch der Stadtverordnetenversammlung nach.
Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) äußerte sich allerdings recht zurückhaltend. «Wo ist die Polizei besser aufgehoben - auf der Straße oder in einem Sicherheitszentrum?», fragte er. Er werde am 11. Juni mit Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) darüber beraten.
Die Grünen-Abgeordnete Ursula Nonnemacher warnte, ein solches Zentrum könne überhöhte Erwartungen auslösen. Es sei nicht vergleichbar mit der Polizeiwache am Berliner Alexanderplatz, wo rund um die Uhr viel mehr Beamte im Einsatz seien. Nach den Auseinandersetzungen war die Polizeipräsenz in der Innenstadt von Cottbus bereits deutlich erhöht worden, unter anderem gehen Bereitschaftspolizisten auf Streife.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 1. Juni 2018