Ursache für Großbrand in Lieberoser Heide bleibt unklar

Ursache für Großbrand in Lieberoser Heide bleibt unklar

Ein Jahr nach dem Großbrand in der Lieberoser Heide nördlich von Cottbus ist die Ursache weiterhin nicht geklärt. Eine Vermutung gibt es aber doch.

Heide-Großbrand

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Eine verkohlte und nun abgestorbene Kiefer steht nach einem Brand vor einem Jahr in der Lieberoser Heide.

Es könnte ein weggeworfener Zigarettenstummel gewesen sein, vermutete die Leiterin der Außenstelle Lieberose der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg, Jenny Eisenschmidt. Auch der Leiter der Oberförsterei Lieberose, Axel Becker, schätzt, dass der Brand durch einen Menschen ausgelöst wurde. «Der genaue Grund wird aber wohl ungeklärt bleiben.» Die Stiftung betreut ein mehrere tausend Hektar großes Teilgebiet des ehemaligen Truppenübungsplatzes, wo zu DDR-Zeiten Sowjetpanzer Schießübungen machten.

Regen hat Feuer in Lieberoser Heide gelöscht

Im Mai 2017 hatten 250 Hektar der Lieberoser Heide gebrannt. Viele Feuerwehrleute waren im Einsatz gewesen. Aus Sicherheitsgründen konnten sie aber nicht zu allen Flammen vordringen - alte Munition befindet sich noch im Boden. Ein heftiges Unwetter mit Gewitter und Starkregen hatte die Flammen schließlich gelöscht. Es handelte sich um den größten Waldbrand im vergangenen Jahr in Brandenburg. Die Lieberoser Heide erstreckt sich über 25.500 Hektar Fläche. Ein Teil davon (3150 Hektar) gehört seit 2003 der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg. Andere Gebiete in der Heide gehören zum Landeswald.
Lieberoser Heide in Brandenburg
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Lieberoser Heide

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 31. Mai 2018