Luftrettung in Senftenberg fliegt nun auch Nachteinsätze

Luftrettung in Senftenberg fliegt nun auch Nachteinsätze

Mit dem Einsatz von Nachtsichtbrillen kann die Luftrettung des ADAC nun von Senftenberg aus auch nach Einbruch der Dunkelheit Notarzt-Einsätze fliegen. Mit den rund 11 000 Euro teuren Nachtsichtgeräten könnten Piloten selbst bei minimalen Lichtverhältnissen auf unbeleuchteten Plätzen landen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Der Einstieg in das Projekt laufe in Senftenberg an der bundesweit größten Rettungsstation des ADAC. Beim ersten Nachteinsatz habe die Crew einen Patienten im Landkreis Dahme-Spreewald versorgen können, der an einer lebensbedrohlichen Blutung litt.

«Mit Notfalleinsätzen in der Nacht schlagen wir ein neues Kapitel des Rettungsdienstes aus der Luft auf», sagte Frédéric Bruder, Geschäftsführer der Luftrettung. «Damit verbessert sich, unabhängig von Wohnort und Uhrzeit, die notärztliche Versorgung in der Region deutlich.» Bislang würden Rettungshubschrauber in den meisten deutschen Städten und Gemeinden nur von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang eingesetzt.
In Senftenberg sind seit Anfang der 1990er Jahre die beiden Rettungshubschrauber «Christoph 33» und «Christoph Brandenburg» stationiert. Im vergangenen Jahr flogen sie mehr als 2800 Einsätze.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 23. April 2018