Stolpe: Auch in Cottbus ist viel Gutes geschehen

Stolpe: Auch in Cottbus ist viel Gutes geschehen

Brandenburgs früherer Regierungschef Manfred Stolpe (SPD) hat angesichts der Proteste in Cottbus gegen Flüchtlinge Sorgen, dass positive Entwicklungen nicht wahrgenommen werden. «Viele Menschen fühlen sich benachteiligt, aber auch in Cottbus ist sehr viel Gutes geschehen», sagte Stolpe in einem Interview der «Lausitzer Rundschau» (Donnerstag). «Die Stadt hat mehr Geflüchtete aufgenommen, als sie nach den Vorgaben hätte aufnehmen müssen. Das war ein starkes Stück Solidarität. Und es half auch, die Einwohnerzahl über 100 000 zu halten», sagte Stolpe. Dies müsse aber alles organisiert werden und erfordere von allen Beteiligten höchste Anstrengungen.

Manfred Stolpe

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Brandenburgs Ex-Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD). Foto: Jörg Carstensen/Archiv

Am Nachmittag ist in Cottbus ein Sternmarsch für Weltoffenheit und Frieden geplant. Anlass ist der Jahrestag der Bombardierung der Stadt im Zweiten Weltkrieg. In den vergangenen Monaten hatte es in der Lausitz-Metropole wiederholt Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen und Deutschen gegeben. Daraufhin war es auch zu Demonstrationen gegen die Flüchtlingspolitik gekommen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 15. Februar 2018 11:30 Uhr

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