Babelsberg/NOFV: Showdown am Donnerstag

Showdown am Donnerstag: Die beiden Konflikt-Parteien Babelsberg 03 und NOFV sollen auf einer Pressekonferenz aufeinandertreffen. Am Dienstag rief der Club seine Fans zu Solidaritäts-Spenden auf.
Ein Cottbuser Fan
Ein Cottbuser Fan wird von Ordner eingefangen. Foto: Jan Kuppert © dpa

Potsdam (dpa/bb) - Am Donnerstag könnte es auf einer vom NOFV angekündigten Pressekonferenz zur direkten Konfrontation der heftig zerstrittenen Konflikt-Parteien kommen. Es geht weiter um die Causa um Pyrotechnik und «Nazischweine»-Rufe der Babelsberger Fans beim Spiel gegen Energie Cottbus im April vorigen Jahres.

Der Regionaligist aus Brandenburg will das verhängte Strafgeld von 7000 Euro nicht zahlen. Beantragt der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) - wie zu erwarten - ein Strafverfahren, könnte es zu einer Spielsperre des Babelsberg-Teams kommen.

Vorsorglich baten die Brandenburger ihre Fans am Dienstag um Solidaritäts-Spenden. «Nach Stand der Dinge, sind bereits und werden auf den SV Babelsberg 03 noch größere Ausgaben für Verfahrens-, Prozess- und Anwaltskosten zukommen», hieß es in einer Pressemitteilung des Vereins.

Die Babelsberg-Anhänger sind gefragt. «Wir bitten euch um eure Unterstützung in Form von Spenden oder einer speziellen Soli-Mitgliedschaft über 12 Monate». Das eingehende Geld werde «zur Deckung der schon entstandenen und noch zu erwartenden Kosten für den aktuellen Rechtsstreit mit dem NOFV verwendet». Außerdem sollen kleinere, im Kampf gegen Diskriminierung und Rassismus engagierter Vereine unterstützt werden.

Der Viertligist akzeptiert das Urteil wegen des Abrennens von Pyrotechnik. Er wendet sich aber dagegen, dass es in der Urteilsbegründung des NOFV eine Gleichsetzung zwischen den Naziparolen der Cottbuser Fans und der Abwehr darauf durch die eigenen Anhänger («Nazischweine raus») gegeben hätte.

Am Montag hatte NOFV-Geschäftsführer Holger Fuchs erklärt, bei einer Verurteilung in einem Verfahren könnte eine Spielsperre drohen «wenn der Verein den Verpflichtungen laut Paragraf 28 nicht nachkommt». Für diesen Fall hatte Babelsberg den Gang vor ein ordentliches Gericht angekündigt.

Cottbus hatte wegen unsportlichen Verhaltens in mehreren Fällen 6000 Euro zahlen müssen. Ein zweites Urteil wegen «rechtsradikaler und antisemitischer Verfehlungen» mit einer Strafzahlung von 5000 Euro wurde nach Energie-Berufung aufgehoben.

Quelle: dpa
Aktualisierung: 6. Februar 2018

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