Brandenburg will Wildunfall-Schwerpunkte identifizieren

Brandenburg will Wildunfall-Schwerpunkte identifizieren

Die Schwerpunkte für Wildunfälle im Land will Brandenburgs Umweltministerium künftig mit Hilfe einer speziellen App des Deutschen Jagdverbandes ausfindig machen.

Ein Dreibein mit einem Wildunfall-Hinweis

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Ein Dreibein mit einem Wildunfall-Hinweis. Foto: Hauke-Christian Dittrich/Archiv

Bessere Daten sollen zu mehr Tierschutz und Verkehrssicherheit beitragen, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums vom Dienstag (6. Februar 2018).

«Tierfund App» erfasst Unfallschwerpunkte

Brandenburgs Förster im Außendienst werden demnach auf ihren Diensthandys künftig die «Tierfund App» nutzen. Auch freiwillige Helfer sind laut Ministerium willkommen. Das Programm erfasst den Angaben zufolge automatisch den aktuellen Standort und fragt Informationen wie Datum oder Wildart ab. Auch ein Foto lässt sich einstellen. Wissenschaftler der Universität Kiel werten die Eingaben aus und ermitteln so Wildunfall-Schwerpunkte.

Die wenigsten Wildunfälle werden gemeldet

Nach Zahlen des Jagdverbandes kamen in Brandenburg im vergangenen Jagdjahr 5030 Wildtiere bei Verkehrsunfällen ums Leben. Zugleich heißt es allerdings, dass 90 Prozent der Unfälle nicht erfasst würden. Dies treffe vor allem zu, wenn weder Personen noch Fahrzeuge zu Schaden kommen oder kleinere Wildtiere wie Hasen, Kaninchen oder Füchse betroffen sind. Daher ließen sich Unfallschwerpunkte bisher nur schwer ermitteln.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 6. Februar 2018