Messerangriff auf Nachbarin: Beschuldigter schweigt

Messerangriff auf Nachbarin: Beschuldigter schweigt

Gegen einen 71-Jährigen, der eine Nachbarin niedergestochen haben soll, hat der Prozess am Berliner Landgericht begonnen. Der Mann soll die 23 Jahre alte Frau im Mai 2021 im Treppenhaus ihres Wohnhauses im Stadtteil Lichtenrade unvermittelt attackiert und lebensgefährlich verletzt haben.

Justitia

© dpa

Eine Figur der blinden Justitia.

Der Verteidiger erklärte am Mittwoch nach Verlesung der Anklage, sein Mandant werde sich zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern. Ihm wird gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. Zu prüfen sei auch, ob der 71-Jährige wegen einer psychischen Erkrankung möglicherweise vermindert oder gar nicht schuldfähig war, hieß es zu Prozessbeginn. Seit der Tat sei der Mann einstweilig im Maßregelvollzug untergebracht.
Die 23-Jährige war laut Ermittlungen gerade im fünften Obergeschoss aus dem Fahrstuhl gestiegen, als es zu dem Angriff kam. Sie habe einen Stich in den Oberkörper erlitten. Weitere Angriffe habe die Frau abwehren können. Es sei ihr gelungen, durch das Treppenhaus auf die Straße zu fliehen. Passanten hätten die Rettungskräfte und die Polizei alarmiert. Eine Notoperation sei erforderlich gewesen.
Die Frau soll am nächsten Prozesstag am 2. Dezember als Zeugin befragt werden. Für die Verhandlung sind drei weitere Tage bis zum 16. Dezember vorgesehen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 24. November 2021 15:48 Uhr

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