Menschen im Rollstuhl attackiert und bedroht in Berlin

Menschen im Rollstuhl attackiert und bedroht in Berlin

An zwei verschiedenen Orten in Berlin sind Menschen im Rollstuhl bedroht und angegriffen worden. Am Mittwochnachmittag zogen drei Männer in Kreuzberg einen 54-Jährigen laut dessen eigener Aussage gewaltsam aus seinem Rollstuhl und nahmen ihm seine Geldbörse, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Demnach fiel Beamten der am Ellenbogen blutende Mann am Eingang zum Görlitzer Park auf. Der Verletzte sei ins Krankenhaus gekommen. Eine Suche nach den Tätern blieb zunächst erfolglos.

Blaulicht

© dpa

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens.

Am Mittwochabend bedrohte zudem laut Polizei ein Mann eine 27-jährige Rollstuhlfahrerin mit einem Messer. Den Angaben zufolge hatte die Frau den Mann in einem Parkhaus an der Grunerstraße im Bezirk Mitte zunächst angesprochen, weil er sein Auto so abgestellt hatte, dass sie ihren Wagen nicht benutzen konnte.
Im folgenden Streit habe die Frau mit der flachen Hand gegen das Fahrzeug des Mannes geschlagen. Der 47-Jährige habe sie angeschrien und sich mehrfach behindertenfeindlich geäußert. Die Tochter der Frau, die mit ihr unterwegs war, habe schließlich den Notruf gewählt.  
Auch im Gespräch mit den Einsatzkräften habe sich der Mann behindertenfeindlich geäußert. Laut Polizei beschlagnahmten die Beamten zudem das Messer. Der Tatverdächtige sei vor Ort entlassen worden. Der Staatsschutz der Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der Bedrohung und der Beleidigung als Hasskriminalität.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 5. August 2021 16:57 Uhr

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