Rohrbomben-Explosionen: Anklage gegen 29-Jährigen

Rohrbomben-Explosionen: Anklage gegen 29-Jährigen

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat einen 29-Jährigen angeklagt, der acht Rohrbomben gebaut und gezündet haben soll. Dem Mann werden Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, gefährliche Körperverletzung sowie weitere Straftaten vorgeworfen, teilte die Anklagebehörde am Mittwoch mit. Konkrete Hinweise auf sein Motiv hätten sich bislang nicht ergeben.

Justitia

© dpa

Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts.

Die Sprengsätze soll der Tatverdächtige zwischen Dezember 2020 und Februar 2021 zum Teil aus dem Fenster seiner Wohnung in Berlin-Schöneberg geworfen, manche im Innenhof des Wohnhauses oder auf öffentlichem Straßenland gezündet haben. In einem Fall soll ein ferngezündeter Sprengsatz, der an einem Verkehrsschild befestigt war, einen Passanten verletzt haben.
Zudem wird dem Angeschuldigten zur Last gelegt, eine Vielzahl selbstgebauter Rohrbomben sowie einzelne Bestandteile an verschiedenen Orten, unter anderem in Motorrollern, versteckt zu haben.
Der Angeschuldigte ist laut Staatsanwaltschaft nicht vorbestraft. Er wurde demnach am 4. Februar festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 21. Juli 2021 16:52 Uhr

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