Tonnenweise Buntmetall gestohlen? Bande vor Gericht

Tonnenweise Buntmetall gestohlen? Bande vor Gericht

Gegen eine mutmaßliche Bande von Buntmetalldieben hat am Landgericht Berlin der Prozess begonnen. Die 29- bis 47-jährigen Angeklagten sollen gezielt in der Hauptstadt und im Berliner Umland Werkzeuge und Buntmetall entwendet haben. Insgesamt 14 Fälle zwischen April und August 2020 werden den Männern zur Last gelegt. Bei einer Tat seien laut Ermittlungen mehr als zwei Tonnen Kupfer aus einer Lagerhalle entwendet worden. Ob sich die Männer zu den Vorwürfen äußern werden, blieb zu Prozessbeginn am Mittwoch zunächst offen. 

Eine Statue der Justitia hält die Waage

© dpa

Eine Statue der Justitia hält die Waage.

Die Anklage lautet auf schweren Bandendiebstahl beziehungsweise zum versuchten schweren Bandendiebstahl. Die vier Männer sollen mit weiteren mutmaßlichen Komplizen unter anderem Starkstromkabel, Kupferkabel und Kupferleitplatten entwendet haben. Die Täter seien Lagerhallen und zum Teil auch in Geschäftsräume eingebrochen.
Zwei Männer hätten innerhalb der Gruppierung führende Positionen übernommen und Taten geplant und organisiert, so die Anklage. Die Beute sei an einen gesondert verfolgten Abnehmer veräußert worden. In mehreren Fällen sei es bei einem Versuch geblieben, weil die Täter einen Alarm ausgelöst oder Videokameras entdeckt hatten. 
Zwei der Angeklagten befinden sich seit rund sechs Monaten in Untersuchungshaft. Zwei Verteidiger hatten im Vorfeld angekündigt, dass eine Aussage ihrer Mandanten zunächst nicht vorgesehen sei. Es sind 18 weitere Prozesstage bis zum 11. August vorgesehen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 19. Mai 2021 17:13 Uhr

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