Drogen-Verdacht in Tonstudio: Drei Männer vor Gericht

Drogen-Verdacht in Tonstudio: Drei Männer vor Gericht

Wegen Drogenhandels hat am Berliner Landgericht ein Prozess gegen drei Studenten begonnen. Die 24- bis 26-Jährigen sollen in einem Tonstudio im Stadtteil Reinickendorf ihre Vorräte gebunkert haben.

Polizei Berlin

© dpa

Das Wappen der Berliner Polizei.

Bei einer Durchsuchung wurden den Angaben zufolge im August 2020 unter anderem eineinhalb Kilogramm Amphetamingemisch sichergestellt. Die Verteidiger erklärten zu Prozessbeginn am 10. Mai 2021, ihre Mandanten würden sich derzeit nicht zu den Vorwürfen äußern.
Laut Anklage soll ein 26-Jähriger das Tonstudio im November 2019 angemietet haben. Über teils verschlüsselte Kommunikationsdienste habe dieser Angeklagte Bestellungen von potenziellen Erwerbern entgegengenommen und diese zum Teil auch selbst beliefert. Zwei der Angeklagten sollen Betäubungsmittel in dem Tonstudio portioniert haben. In der Wohnung eines Verdächtigen seien von der Polizei mutmaßliche Handelserlöse in Höhe von 205 000 Euro sichergestellt worden. 
Die Polizei habe bei den mutmaßlichen Drogenhändlern zudem fast 60 Gramm Kokaingemisch, mehr als ein Kilogramm Cannabis sowie Verpackungsmaterialien und Feinwaagen beschlagnahmt. Neben händlertypischen Utensilien hätten die Angeklagten griffbereit einen Baseballschläger aufbewahrt, um ihre Drogenvorräte notfalls verteidigen zu können. Der Prozess wird am 17. Mai fortgesetzt. 

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 11. Mai 2021 11:47 Uhr

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