Weniger Angriffe auf Flüchtlinge - Viele Bedrohungen online

Weniger Angriffe auf Flüchtlinge - Viele Bedrohungen online

Die Zahl der registrierten Angriffe auf Flüchtlinge und Flüchtlingsunterkünfte ist weiter gesunken. Im vergangenen Jahr erfasste die Berliner Polizei nur noch zwei Fälle von körperlichen Angriffen auf Flüchtlinge, wie aus einer Antwort des Senats auf eine Anfrage der Linken hervorgeht. Dazu kamen viele Fälle von persönlichen Beleidigungen, Beschimpfungen und Bedrohungen im Internet sowie Hetze durch Aufkleber und Parolen an Hauswänden.

Blick auf ein Polizeirevier

© dpa

Blick auf ein Polizeirevier.

In den beiden Fällen der direkten Angriffe wurden Flüchtlinge im Herbst 2020 beleidigt und geschlagen, die Polizei ermittelte wegen Körperverletzung. Außerdem nannte sie einen Fall vom März 2020, in dem gegen Verdächtige ermittelt wurde, die eine Flüchtlingsunterkunft ausgespäht haben sollen, um diese anzuzünden.
In 13 der insgesamt 48 erfassten Fälle wurden Flüchtlinge persönlich beschimpft oder beleidigt. Dazu kamen 21 Fälle allgemeiner Beleidigungen im Internet oder per Mail, und 11 Fälle von Volksverhetzung gegen Flüchtlinge durch Schmierereien oder Aufkleber. Die Polizei ermittelte insgesamt 19 Verdächtige.
2016, als der Zuzug von Flüchtlingen besonders groß war, zählten die Behörden in Berlin 46 Attacken allein gegen Unterkünfte - etwa Sachbeschädigungen, Steinwürfe oder Gewalt gegen Bewohner. 2017 waren es 26 derartiger Angriffe, 2018 sank die Zahl auf unter 20.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 16. März 2021 15:15 Uhr

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