Diebesgut verkauft? Mutmaßliche Bandenmitglieder vor Gericht

Diebesgut verkauft? Mutmaßliche Bandenmitglieder vor Gericht

Weil sie gewerbsmäßig Diebesgut verkauft haben sollen, müssen sich zwei 74- und 68-Jährige vor dem Amtsgericht Tiergarten verantworten.

Justitia-Büste über dem Eingang des Kriminalgerichts Moabit

© dpa

Eine Justitia-Büste thront über dem Eingang des Kriminalgerichts Moabit.

Ihnen wird vorgeworfen, zu einer Bande gehört zu haben, die seit Juni 2017 Einbrüche in Einfamilienhäuser, Wohnungen und Villen verübt haben soll. Die beiden Männer seien in mehreren Fällen mit der Verwertung und Veräußerung von Beute betraut gewesen, hieß es in der zu Prozessbeginn am Dienstag (16. März 2021) verlesenen Anklage. Mitangeklagt sind zwei 27- und 37-Jährige. Alle vier schwiegen zu den Vorwürfen. Die Anklage lautet auf Hehlerei sowie bei einer Tat auf Hehlerei oder Diebstahl. In drei Fällen habe der 74-Jährige «in Kenntnis der deliktischen Herkunft» Schmuck und weitere Gegenstände erworben, die bei Einbrüchen entwendet wurden. Der 68-Jährige habe Computertechnik übernommen, die aus einem Haus gestohlen wurde.
Bei den vier Angeklagten handelt es sich jeweils um Vater und Sohn. Dem 37-Jährigen wird vorgeworfen, entweder an einem Einbruch in ein Fahrradgeschäft mit einer Beute im Wert von fast 24 000 Euro beteiligt gewesen zu sein oder das Diebesgut gemeinsam mit seinem 68-jährigen Vater von bislang Unbekannten übernommen zu haben. Laut Anklage hatten Polizisten bei einer Durchsuchung in der Wohnung des 74-Jährigen Tatbeute sichergestellt - unter anderem mehrere Perlenketten, eine Puderdose und eine Brosche. Der Prozess wird am 18. März fortgesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 16. März 2021 14:34 Uhr

Weitere Polizeimeldungen