Bewährungsstrafe nach Geisterfahrt und Verfolgungsjagd

Bewährungsstrafe nach Geisterfahrt und Verfolgungsjagd

Ein Autofahrer, der als Geisterfahrer auf der Berliner Stadtautobahn A100 unterwegs war und sich dann eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert hatte, ist zu 15 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

A100

© dpa

Das Amtsgericht Tiergarten sprach den 34-Jährigen am Montag (15. März 2021) des vorsätzlichen Vollrauschs schuldig. Dem Mann wurde zudem für ein Jahr die Fahrerlaubnis entzogen, wie die Gerichtspressestelle weiter mitteilte. Der Angeklagte hatte sich auf fehlende Erinnerungen berufen. Er sei erheblich alkoholisiert gewesen und erst bei der Polizei zu sich gekommen, erklärte der 34-Jährige zu Prozessbeginn. Er bitte um Entschuldigung. Er sei froh, dass niemand zu Schaden gekommen sei, so der Angeklagte. Er und seine Frau hätten nach einem Lokalbesuch noch Tequila getrunken. Die Stimmung sei gut gewesen. «Ich kann mich nicht erinnern, ins Auto eingestiegen zu sein.»
Der 34-Jährige war laut Anklage mit dem Auto seiner Mutter im Juni 2020 in falscher Fahrtrichtung auf der Stadtautobahn unterwegs – obwohl er Alkohol konsumiert und nicht mehr in der Lage gewesen sei, das Fahrzeug sicher zu führen. Er habe den Wagen «in Schlangenlinien über drei Fahrspuren gelenkt». Als ihm eine alarmierte Polizeistreife mit eingeschaltetem Martinshorn und Blaulicht entgegengekommen sei, habe er seine Fahrt fortgesetzt – «er beschloss, sich einer Kontrolle zu entziehen». 
Mit bis zu 140 Kilometern pro Stunde sei der 34-Jährige gerast - obwohl nur maximal 80 km/h auf der Strecke erlaubt gewesen seien. Erst nach dem Verlassen der Autobahn habe der Angeklagte durch ein weiteres Polizeifahrzeug ausgebremst werden können. Dabei sei es zu einer Kollision mit Blechschäden gekommen. Seiner vorläufigen Festnahme habe sich der Mann mit Tritten und Kopfstößen widersetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 16. März 2021 07:33 Uhr

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