«Rigaer 94»: Unterstützer-Demo, Angriffe auf Polizisten

«Rigaer 94»: Unterstützer-Demo, Angriffe auf Polizisten

Am Rande einer Kundgebung zum Streit um das besetzte Haus «Rigaer 94» in Berlin-Friedrichshain hat die Polizei fünf Menschen vorläufig festgenommen. Gegen sie werde unter anderem wegen Landfriedensbruchs sowie Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.

Andreas Geisel spricht

© dpa

Andreas Geisel (SPD), Innensenator, spricht.

Rund 550 Menschen waren laut Polizei am Mittwochabend im Stadtteil Friedrichshain auf der Straße zu einem Konzert zusammengekommen, rund 500 Polizisten waren im Einsatz. Nach Angaben der Polizei verlief die Kundgebungen zunächst ruhig, jedoch wurden mehrmals Feuerwerkskörper gezündet. Nach der Demo wurde eine Mann festgenommen, der eine Jalousie beschmiert haben soll. Daraufhin versuchte eine Gruppe laut Polizei die Festnahme zu verhindern. Später wurden demnach erneut Beamte angegriffen, die Platz für einen Sanitäter schaffen und eine Frau nach dem Angriff gegen einen Polizisten festnehmen wollten.
Das zum Teil besetzte Gebäude gilt als eines der letzten Symbole der linksextremen Szene in Berlin. Die gerichtlichen Auseinandersetzungen dauern bereits Jahre. Derzeit gibt es auch auf politischer Ebene Streit wegen des Brandschutzes. In dem verbarrikadierten Haus waren zahlreiche Mängel beim Brandschutz dokumentiert worden, etwa fehlende Fluchtwege, Wanddurchbrüche, fehlerhafte Elektroleitungen und Sperren in Treppenhäusern. Ein für diesen Donnerstag geplanter Besichtigungstermin eines Gutachters wurde verschoben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 11. März 2021 15:33 Uhr

Weitere Polizeimeldungen