Mann vor Wohnhaus niedergestochen: Prozess wegen Mordversuch

Mann vor Wohnhaus niedergestochen: Prozess wegen Mordversuch

Weil er einen Mann vor einem Wohnhaus von hinten angegriffen und mit Messerstichen schwer verletzt haben soll, steht ein 47-Jähriger vor dem Berliner Landgericht. Er soll das 42 Jahre alte Opfer im August 2019 aus Eifersucht niedergestochen haben. Die Staatsanwaltschaft geht von einem versuchten Mord aus. Heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen habe der Beschuldigte gehandelt. Der 47-Jährige hat die Vorwürfe zu Beginn des Prozesses am Dienstag zurückgewiesen. «Das ist alles Verleumdung», erklärte er.

Landgericht Berlin

© dpa

Eingang des Landgerichts Berlin.

Zu dem Angriff war es vor dem Wohnhaus der ehemaligen Ehefrau des Beschuldigten im Stadtteil Neu-Hohenschönhausen gekommen. Der mutmaßliche Täter habe sich laut Ermittlungen an einer nicht beleuchteten Stelle auf die Lauer gelegt. Als der Bekannte seiner Ex-Frau am Abend das Haus verließ, soll der 47-Jährige den Mann «mit drei voller Wucht geführten Stichen» in Rücken und Kopf schwer verletzt haben. Das Opfer habe laut Ermittlungen dennoch weglaufen können. Dem Beschuldigten sei wegen einer Gehbehinderung eine Verfolgung nicht möglich gewesen.
Dem 47-Jährigen wird zudem Körperverletzung zur Last gelegt. Er soll den neuen Freund seiner Ex-Frau bereits im Dezember 2017 durch Faustschläge verletzt haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Beschuldigte bei den Taten wegen einer Erkrankung nicht schuldfähig war. Sie strebt die dauerhafte Unterbringung des Mannes in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Der Prozess wird am 5. Februar fortgesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 2. Februar 2021 15:00 Uhr

Weitere Polizeimeldungen