Schülerin in Berlin erwürgt: Mordprozess gegen 42-Jährigen

Schülerin in Berlin erwürgt: Mordprozess gegen 42-Jährigen

Knapp ein halbes Jahr nach dem gewaltsamen Tod einer 15-jährigen Schülerin in Berlin beginnt am heutigen Morgen (28. Januar 2021) der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder.

Justitia-Statue

© dpa

Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand.

In dem Verfahren am Landgericht der Hauptstadt wird dem 42-jährigen Deutschen vorgeworfen, das Mädchen in der Nacht zum 5. August 2020 auf einer Brache an der Rummelsburger Bucht erwürgt zu haben. Zuvor soll er laut Anklage versucht haben, die alkoholisierte 15-Jährige zu vergewaltigen. Der Angeklagte sitzt in Untersuchungshaft. Er hatte sich laut Polizei selbst gestellt.
Die Mutter und Schwester des Opfers sind Nebenkläger in dem Prozess. Sie erhoffen sich laut Anwältin Christina Clemm Aufklärung, warum der mutmaßliche Täter auf freiem Fuß war. Zudem gehe es ihnen auch um die Frage, wie ernst die Gesellschaft Gewalt gegen Frauen nehme, hatte die Anwältin der Deutschen Presse-Agentur vorab gesagt. Ob die Nebenklägerinnen selbst zum Prozessauftakt kommen, war offen. Der Angeklagte war nach Gerichtsangaben bereits «vielfach strafrechtlich in Erscheinung getreten». Für den Prozess sind zunächst 14 Verhandlungstage bis Mitte März geplant.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 28. Januar 2021 08:06 Uhr

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