Täter weiter flüchtig nach zwei Überfällen auf Geldboten

Täter weiter flüchtig nach zwei Überfällen auf Geldboten

Nach den zwei Überfallen auf Geldboten in Stadtteilen Alt-Treptow und Schöneberg sind die jeweiligen Täter weiter flüchtig. Festnahmen gab es bislang keine, wie ein Polizeisprecher am Freitag (18. Dezember 2020) sagte.

Polizisten stehen vor einem Einkaufszentrum in Berlin-Treptow

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Polizisten stehen vor einem Einkaufszentrum in Berlin-Treptow.

Zudem prüfe die Polizei weiterhin, ob ein Zusammenhang zwischen den Fällen am vergangenen Dienstag und Donnerstag bestehe, die nach ähnlichem Muster abliefen. Nach weiteren Erkenntnissen flüchteten am Donnerstagnachmittag drei mutmaßliche Täter laut Polizei vom Tatort im Park Center Treptow mit einem Auto in Richtung Neukölln. Dabei seien sie über die Beermann-, Elsen- und Kiefholzstraße gefahren, hieß es in einer Mitteilung unter Berufung auf Zeugenaussagen. Ein Raubkommissariat des Landeskriminalamts habe die Ermittlungen übernommen.
Die Unbekannten hätten zuvor zwei Geldboten vor einem Fahrstuhl im Einkaufszentrum gegen 16.00 Uhr mit Schusswaffen bedroht, hieß es weiterhin. Sie hätten Reizgas eingesetzt und einen Geldtransportkoffer erbeutet. Die Geldboten hätten leichte Augenreizungen erlitten. Die Polizei weiß nach eigenen Angaben, wie viel Geld entwendet wurde. Auch auf Nachfrage nannte die Behörde die Summe aber nicht.
Zunächst war die Polizei mit 70 Einsatzkräften vor Ort gewesen, später stieg die Zahl laut dem Sprecher auf mehr als 300 an. Darunter sollen neben SEK-Kräften auch Beamte der GSG 9 gewesen sein, einer Spezialeinheit der Bundespolizei. Die Einheiten durchsuchten das Gebäude und sicherten Spuren. Die Kunden waren aus dem Center herausgeleitet worden. Vor dem Center hat es der Polizei zufolge eine Zeugensammelstelle gegeben, so dass die Befragungen zum Tatgeschehen unmittelbar danach begonnen haben. In der Umgebung im Südosten der Stadt wurden laut Polizei bis in den Abend mehrere Straßen gesperrt. Es kam zu Behinderungen im Feierabendverkehr.
Nur zwei Tage zuvor war es in Schöneberg zu einem ähnlichen Vorfall gekommen, als drei Räuber einen Geldtransporter am Ikea-Möbelhaus überfallen hatten und einen Geldboten mit Schusswaffen bedrohten. Die Unbekannten erbeuteten einen Geldkoffer und flüchteten in einem weißen Audi mit gestohlenen Kennzeichen. Auch diese Täter sind weiter auf der Flucht. Ähnliche Fälle gab es in Berlin in diesem Jahr schon mehrere, etwa im Juni in Wilmersdorf, im Juli in Neukölln oder im August erneut in Wilmersdorf. Bislang sind in all diesen Fällen keine Täter gefasst worden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 18. Dezember 2020 16:22 Uhr

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