Fußgänger aus Auto heraus attackiert: Angeklagter schweigt

Fußgänger aus Auto heraus attackiert: Angeklagter schweigt

Weil er aus einem Auto heraus einen Fußgänger attackiert und durch einen verursachten Unfall verletzt haben soll, steht ein 25-Jähriger vor dem Berliner Landgericht. Der Angeklagte soll dem Passanten zunächst dessen Mobiltelefon entrissen haben. Als der Mann durch das geöffnete Fenster in das Lenkrad gegriffen und sich festgehalten habe, sei der 25-Jährige laut Ermittlungen losgefahren. Er habe ein anderes Auto gerammt, so dass das Opfer zwischen den Wagen eingeklemmt worden sei. Zu Prozessbeginn am Montag schwieg der Angeklagte zu den Vorwürfen.

Justitia

© dpa

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand.

Der 25-Jährige soll im April 2020 ohne Fahrerlaubnis durch den Stadtteil Kreuzberg gefahren sein. In der Grenzallee habe er einem Fußgänger das von dem Mann in der Hand gehaltene Mobiltelefon durch das geöffnete Fenster «unter erheblicher Kraftaufwendung entrissen», heißt es in der Anklage. Als sich der Attackierte am Lenkrad festhielt, sei der 25-Jährige Schlangenlinien gefahren, um ihn abzuschütteln. Das Opfer sei bei einem provozierten Zusammenstoß mit einem anderen Auto eingeklemmt worden und habe einen Bruch des rechten Mittelfußes und des rechten großen Zehs erlitten.
Der mutmaßliche Täter war zunächst entkommen. Rund drei Monate nach dem Geschehen war gegen den 25-Jährigen Haftbefehl erlassen worden. Seit August befindet er sich in Untersuchungshaft. Die Anklage lautet auf schweren Raub, gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, Unfallflucht und Fahren ohne Fahrerlaubnis. Der Prozess wird am 11. Dezember fortgesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 7. Dezember 2020 12:47 Uhr

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