Wohnung angegriffen: Polizei prüft Verbindung zu Clan-Streit

Wohnung angegriffen: Polizei prüft Verbindung zu Clan-Streit

Drei Tage nach Schüssen auf einen 29-jährigen Mann in Kreuzberg ist es offenbar zu einer Fortsetzung der gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern arabischstämmiger Großfamilien gekommen.

Blaulicht

© dpa

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens.

Dadurch wurde am Montagabend (30. November 2020) ein größerer Polizeieinsatz ausgelöst. Fotos aus der Nacht zeigen abgesperrte Straßen und Polizisten mit Maschinenpistolen. Verletzte gab es diesmal aber nicht, wie eine Sprecherin der Polizei am Dienstag sagte. Etwa zehn Männer sollen am Montagabend gegen 21.50 Uhr vor einem Haus in der Gneisenaustraße aufgetaucht und die Scheiben einer Erdgeschosswohnung zertrümmert haben. Alarmierte Polizisten überprüften an der Mittenwalder Straße vier verdächtige Männer im Alter von 22, 23, 24 und 49 Jahren und beschlagnahmten einen Baseballschläger und ein Auto.
Um 22.30 alarmierte der 71-jährige Großvater des am Freitag angeschossenen 29-Jährigen die Polizei, weil er durch seine geschlossene Wohnungstür bedroht worden sein soll. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und Bedrohung und untersucht einen Zusammenhang mit der Tat vom Freitagabend und der vermuteten Beteiligung von kriminellen Mitgliedern arabischstämmiger Clans.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 1. Dezember 2020 11:20 Uhr

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