Überfälle durch falsche Polizisten: Angeklagte vor Gericht

Überfälle durch falsche Polizisten: Angeklagte vor Gericht

Weil sie sich als Polizisten ausgegeben und Raubtaten begangen haben sollen, stehen zwei Männer und eine Frau vor dem Berliner Landgericht. Die 37- bis 49-Jährigen sollen vor vier Monaten am U-Bahnhof Gleisdreieck im Stadtteil Kreuzberg zwei Überfälle verübt haben.

Berliner Landgericht

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Die beiden Männer haben zu Prozessbeginn am Donnerstag (19. November 2020) geschwiegen. Der Anwalt der Frau erklärte, die 42-Jährige habe sich auf dem Bahnhof aufgehalten, um Drogen zu kaufen. Sie habe mit den Taten «nichts zu tun und nichts wahrgenommen».
Das mutmaßliche Trio soll im Juli 2020 zunächst einen Mann mit einer täuschend echt aussehenden Spielzeugpistole bedroht haben. Dem Attackierten sei die Pistole an die Schläfe gehalten worden, so die Staatsanwaltschaft. Der 37-jährige Angeklagte habe das Opfer im Beisein der mutmaßlichen Komplizen angesprochen und vorgetäuscht, dass sie Polizisten seien. «Dann griff er in die Hosentasche des Zeugen und entnahm einen 50-Euro-Schein.» Die Mitangeklagten hätten die Tat abgesichert. Kurz danach sollen die Angeklagten einen Mann in einem Aufzug zu Boden gebracht und nach Beute durchsucht haben.
Die Angeklagten wurden noch am Tattag festgenommen. Die beiden Männer befinden sich seitdem in Haft. Die Frau, die damals ohne festen Wohnsitz gewesen sein soll, war nach zwei Monaten in der Untersuchungshaft freigekommen. Für den Prozess sind vier weitere Verhandlungstage bis zum 7. Dezember vorgesehen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 19. November 2020 13:45 Uhr

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