Neuköllner Bürgermeister: Strategie gegen Clans funktioniert

Neuköllner Bürgermeister: Strategie gegen Clans funktioniert

Der Neuköllner Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) betrachtet die Festnahmen und die Durchsuchungen im Zusammenhang mit dem Kunstdiebstahl in Dresden als Erfolg im Kampf gegen die Clankriminalität. «Der heutige Tag ist ein weiterer Beleg dafür, dass unsere Strategie funktioniert», schrieb Hikel am Dienstag auf Facebook. «Das macht Mut.»

Martin Hikel (SPD), Bezirksbürgermeister von Neukölln

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Martin Hikel (SPD), Bezirksbürgermeister des Berliner Bezirks Neukölln.

Gerade die «enge und vertrauensvolle» Zusammenarbeit verschiedener Behörden zeige, dass der Staat besser organisiert sei als die organisierte Kriminalität. Das ist seinen Worten nach die Kernidee des Berliner 5-Punkte-Plans gegen Clankriminalität: «Wir werden weiterhin einen langen Atem brauchen. Denn den Rechtsstaat verteidigen wir nicht mit Aktionismus und Populismus, sondern mit einem geordneten, einem rechtsstaatlichen Vorgehen.» Der Berliner Bezirk Neukölln gilt als ein Brennpunkt der Clankriminalität.
Im Zusammenhang mit dem Kunstdiebstahl aus dem Dresdner Grünen Gewölbe im November 2019 waren zuvor fünf Haftbefehle wegen schweren Bandendiebstahls sowie Brandstiftung in zwei Fällen erlassen worden. Drei der Haftbefehle wurden bei der großangelegten Razzia in Neukölln vollstreckt. Die bereits festgenommenen Männer gehören zu einer polizeibekannten arabischstämmigen Großfamilie - nach Angaben der Ermittler handelt es sich um den Berliner Remmo-Clan.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 17. November 2020 15:03 Uhr

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