Razzien gegen Hass im Internet: Verdächtige auch in Berlin

Razzien gegen Hass im Internet: Verdächtige auch in Berlin

Bei einem europaweiten Aktionstag gegen Hass und Hetze im Internet hat die deutsche Polizei in 11 Bundesländern mehr als 80 Wohnungen und andere Gebäude durchsucht. Auch in Berlin wurden bei vier Verdächtigen Beweise beschlagnahmt, wie die Polizei am Dienstag (3. November 2020) mitteilte.

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© dpa

Die beleuchtete Tastatur eines Laptops spiegelt sich im Bildschirm.

Der für politisch motivierte Taten zuständige Staatsschutz im Berliner Landeskriminalamt (LKA) habe vier Wohnungen durchsucht. Die Polizei forderte die Menschen auf: «Zeigen Sie bitte weiterhin strafbare Inhalte an & melden Sie HateCrime auch auf den Plattformen.»

Deutschlandweit sollen 100 Verdächtige vernommen werden

Nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) ging es um die Sicherstellung von Smartphones und Laptops. In ganz Deutschland sollten knapp 100 Verdächtige zu Hasskommentaren vernommen werden. Außer in Berlin schlug die Polizei auch in zehn weiteren Bundesländern zu: Bayern, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Sechs weitere europäische Staaten beteiligten sich an dieser sechsten Auflage des Aktionstages.

Bundesjustizministerin Lambrecht: «Aus Worten können Taten werden.»

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) erklärte: «Das konsequente Vorgehen von Polizei und Justiz dient dem Schutz aller Menschen, die im Netz bedroht und diffamiert werden. Menschen- und Demokratiefeinde schüren ein gefährliches Klima der Gewalt. Aus Worten können Taten werden.» Wer hetzt und droht, müsse mit Anklagen und Verurteilungen rechnen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 4. November 2020 08:12 Uhr

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