Tödlicher Crash mit Polizeiauto: Prozess geht weiter

Tödlicher Crash mit Polizeiauto: Prozess geht weiter

Der Prozess um die tödliche Kollision eines Funkstreifenwagens mit dem Auto einer jungen Frau in Berlin wird am heutigen Dienstag (3. November 2020) mit der Befragung weiterer Zeugen fortgesetzt.

Amtsgericht Tiergarten

© dpa

Der Eingangsbereich am Amtsgericht Tiergarten.

Angeklagt ist ein 53-jähriger Hauptkommissar. Der Beamte am Steuer des Fahrzeugs soll im Januar 2018 auf dem Weg zu einem Einsatz mit überhöhtem Tempo in den Wagen der 21-Jährigen gekracht sein, die einparken wollte. Laut Staatsanwaltschaft wurde bei der Kollision noch eine Geschwindigkeit von 93 Stundenkilometern festgestellt, bei der Tunnelausfahrt seien es noch 130 gewesen. Angeklagt ist fahrlässige Tötung. Im Prozess am Amtsgericht Tiergarten hat der Hauptkommissar bislang geschwiegen.

Blutprobe des Fahrers soll Alkohol enthalten haben

Die tödliche Kollision hatte große Wellen geschlagen. Erst Monate nach Beginn der Ermittlungen war bekannt geworden, dass eine im Krankenhaus genommene Blutprobe des Fahrers Alkohol enthalten haben soll. Es kam der Verdacht auf, dies habe vertuscht werden sollen. Die Behörden wiesen Vorwürfe zurück, den Fall nicht ausreichend untersucht zu haben. Weil die von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmte Patientenakte des Polizisten nicht als Beweismittel verwendet werden darf, geht es im Prozess nicht um Gefährdung des Straßenverkehrs durch Alkohol.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 3. November 2020 07:26 Uhr

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