Laden-Diebstähle über Jahre hinweg? Angeklagte schweigen

Laden-Diebstähle über Jahre hinweg? Angeklagte schweigen

Am Berliner Landgericht hat der Prozess gegen zwei Männer begonnen, die in Geschäften immer wieder Waren gestohlen haben sollen.

Eine Statue der Justitia steht neben Aktenbergen

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Eine Statue der Justitia steht neben Aktenbergen.

Den 39 und 46 Jahre alten Angeklagten werden mutmaßliche Taten zwischen 2015 und August 2019 in Berlin zur Last gelegt. Laut Anklage sollen sie teils allein, teils gemeinsam oder mit weiteren Komplizen Verkaufspersonal durch geschickte Manöver abgelenkt und Waren – von Duschgel und Parfüm über Bekleidung bis zu Pyrotechnik – entwendet haben. Die Verteidiger erklärten zu Prozessbeginn am 28. September 2020, ihre Mandanten würden zunächst schweigen.
Mehrfach sollen die beiden Angeklagten in Geschäften auch Bargeld gestohlen haben. In einem Fall hätten sie in Berlin-Mitte eine Geldkassette mit 5000 Euro entwendet und den Laden über den Ausgang des Lagerraums verlassen. In einem anderen Geschäft habe einer der Angeklagten eine Jacke anprobiert und sich von einer Verkäuferin beraten lassen, während der mutmaßliche Komplize unbemerkt den Laden durchquert und im Personalbüro den Tresor geplündert habe. Rund 2000 Euro hätten sie in diesem Fall erbeutet. Im Sommer 2018 hätten sie in einem Juweliergeschäft ein goldenes Armband mit 34 Brillanten aus einer Vitrine genommen und eingesteckt.
In dem Prozess geht es um insgesamt acht Anklagen. Die Verfahren gegen zwei mutmaßliche Komplizen wurden zur gesonderten Verhandlung abgetrennt. Der Prozess wird am 30. September fortgesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 28. September 2020 14:34 Uhr

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