Mann soll sich Pressekarten für Konzert erschwindelt haben

Mann soll sich Pressekarten für Konzert erschwindelt haben

Ein Mann soll sich als Redakteur einer Tageszeitung ausgegeben und so unter anderem versucht haben, zu einem Konzert der Rolling Stones zu kommen. Seit Dienstag steht der 61-Jährige deshalb vor dem Amtsgericht Frankfurt. Der Anklage zufolge legte sich der Mann einen E-Mail-Account zu, der auf den Namen eines Redakteurs einer großen deutschen Tageszeitung lautete.

Statue der Justitia

© dpa

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand.

Unter dessen Namen trat er - so die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft - seit 2012 immer wieder in Erscheinung. Er soll sich so neben den Pressekarten für das Rockkonzert in Berlin unter anderem auch den Zugang zu den Filmfestspielen in Cannes sowie Pressekarten für eine Opernpremiere der Berliner Staatsoper erschwindelt haben (Az. 3450 Js 210710/17). Als der Angeklagte vor dem Stones-Konzert in der Berliner Waldbühne am Presseschalter vorsprach, schöpfte man dort Verdacht und verweigerte ihm die Karten. Zwischenzeitlich hatte die Tageszeitung Strafanzeige erstattet.
Vor Gericht bestritt der Angeklagte energisch die Vorwürfe. Für das Rockkonzert habe er eigene Eintrittskarten besessen und die Veranstaltung deshalb auch besucht. «Ich habe es nicht nötig, Pressekarten zu erschleichen. Das ist abwegig», sagte er. Am Presseschalter sei er nur deshalb gewesen, um die Karten für einen Kollegen abzuholen, der seinen Presseausweis vergessen hatte.
Nachdem mehrere Zeugen nicht zum Prozess kommen konnten, setzte der Amtsrichter weitere Verhandlungstermine an. Der Prozess wird im Oktober fortgesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 15. September 2020 17:22 Uhr

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