Meldestelle: 68 antisemitische Vorfälle im Corona-Kontext

Meldestelle: 68 antisemitische Vorfälle im Corona-Kontext

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sind in Berlin 68 antisemitische Vorfälle von einer Meldestelle erfasst worden. Dabei ging es zwischen dem 15. März und 16. Juli sowohl um Demonstrationen als auch um Ereignisse im kleineren Rahmen, wie die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (Rias) in einer am Dienstag (08. September 2020) veröffentlichten Untersuchung feststellte.

Der Schriftzug «Polizei» ist vor einem Polizeirevier zu sehen

© dpa

Der Schriftzug «Polizei» ist vor einem Polizeirevier zu sehen.

21 Äußerungen fielen bei Kundgebungen gegen die Corona-Regeln, wo es zu antisemitischen Beschimpfungen oder Bemerkungen kam oder Verschwörungstheorien verbreitet wurden. Unter weiteren 47 antisemitischen Vorfällen mit Corona-Bezug waren Beleidigungen auf der Straße, Schmierereien an Hauswänden und Plakate. Außerdem gab es Taten im Internet wie antisemitische Massenzuschriften sowie Störungen von Online-Veranstaltungen jüdischer Organisationen. In Berlin erheben verschiedene Institutionen nach unterschiedlichen Kriterien Statistiken zu Antisemitismus. Die 2015 gegründete und vom Senat geförderte Rias sammelt ihre Daten auf Grundlage von Meldungen über das Internet, Beobachtungen und einer Zusammenarbeit mit Opferberatungsstellen und Polizei.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 9. September 2020 09:00 Uhr

Weitere Polizeimeldungen