Prozess gegen Clanchef: Rapper Bushido weiter im Zeugenstand

Prozess gegen Clanchef: Rapper Bushido weiter im Zeugenstand

Der Prozess gegen einen Clanchef und drei seiner Brüder um mutmaßliche Straftaten zum Nachteil des Rappers Bushido geht am heutigen Morgen (2. September 2020) am Landgericht Berlin weiter. Die seit zwei Verhandlungstagen laufende Zeugenbefragung des Musikers wird voraussichtlich fortgesetzt.

Bushido im Gericht

© dpa

Rapper Bushido sitzt im Gerichtssaal.

Der 41-Jährige, mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi, hatte zuletzt geschildert, wie es zum Kontakt und zu ersten Zahlungen an den Hauptangeklagten gekommen sei.

Straftaten nach Auflösung der Geschäftsbeziehungen zwischen Bushido und Clanchef

Der Rapper und der 44-jährige Arafat A.-Ch., Chef einer bekannten arabischstämmigen Großfamilie, galten über Jahre hinweg als Partner im Musikgeschäft. Laut Anklage sei es zu Straftaten gekommen, nachdem Bushido 2017 die Geschäftsbeziehungen aufgelöst habe. Arafat A.-Ch. habe dies nicht akzeptieren wollen und von Bushido eine Millionen-Zahlung sowie die Beteiligung an dessen Musikgeschäften für 15 Jahre gefordert. Der Rapper sei im Dezember 2017 und Januar 2018 bedroht, beschimpft, eingesperrt und mit einer Wasserflasche sowie einem Stuhl attackiert worden, so die Anklage. Die Brüder im Alter von 39, 42 und 49 sind als Gehilfen oder Mittäter angeklagt. Alle Angeklagten haben zu den Vorwürfen geschwiegen. Nur der 39-Jährige befindet sich in Untersuchungshaft. Die Verhandlung läuft unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 2. September 2020 08:45 Uhr

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