Kontrollen gegen Clankriminalität: Munition beschlagnahmt

Kontrollen gegen Clankriminalität: Munition beschlagnahmt

Bei Kontrollen zur Bekämpfung der Clankriminalität hat die Berliner Polizei in einem Lokal in Neukölln rund 100 Schuss scharfe Munition gefunden. Ein 28 Jahre alter Mitarbeiter des Lokals am Maybachufer konnte am Freitagabend keine Angaben zur Herkunft der Munition machen, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Die Munition konnte niemandem zugeordnet werden. Cafés und Lokale in der Gegend werden regelmäßig kontrolliert, sagte ein Polizeisprecher.

Polizisten

© dpa

In Polizei-Westen gekleidete Polizisten.

Kontrollen gab es in der Nacht auf Samstag auch in Kreuzberg und Treptow. Die «Berliner Morgenpost» hatte zuerst berichtet. Zwischen 18.00 und 2.00 Uhr überprüften Polizisten gemeinsam mit Mitarbeitern der Steuerfahndung, des Finanzamtes Wedding und des Ordnungsamtes Neukölln insgesamt neun Lokale.
In Neukölln fanden sie bei zwei Gästen Drogen und beschlagnahmten in einem Café in der Schönstedtstraße einen illegalen Geldspielautomaten.
In Treptow hätten die Einsatzkräfte in einem Bistro in der Puschkinallee drei Geldspielautomaten wegen des Verdachts des unerlaubten Glückspiels beschlagnahmt, hieß es. Von der Polizei waren 20 Einsatzkräfte an den Kontrollen beteiligt.
Unter Clankriminalität versteht die Polizei organisierte Kriminalität von Großfamilien. Im November 2018 hatte der rot-rot-grüne Senat einen Fünf-Punkte-Plan gegen Clans vorgelegt. Seitdem wird in Berlin verstärkt gegen kriminelle Mitglieder solcher Großfamilien vorgegangen. Zum Jahresbeginn hatte Polizeipräsidentin Barbara Slowik eingeschätzt, dass damit deren geschäftliche Tätigkeiten gestört würden. Es gebe Unruhe bei den Clans.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 22. August 2020 15:45 Uhr

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