Senator: Berliner Opfer-Anlaufstelle unterstützt Betroffene

Senator: Berliner Opfer-Anlaufstelle unterstützt Betroffene

Die nach dem Terroranschlag vom Berliner Breitscheidplatz eingerichtete Opfer-Anlaufstelle will nach dem islamistischen Anschlag auf der Stadtautobahn Betroffenen schnell helfen. Das sagte Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) am Mittwoch im Rechtsausschuss des Abgeordnetenhauses. Die Mitarbeiter würden auf die Betroffenen zugehen, um bei der Bewältigung von Traumata oder dem Beantragen von Entschädigungen zu unterstützen.

Dirk Behrendt (Die Grünen)

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Dirk Behrendt ( Die Grünen), Berlins Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, spricht.

Laut Generalstaatsanwältin Margarete Koppers wurden bei den gezielten Kollisionen eines 30-jährigen Irakers am Dienstagabend sechs Menschen verletzt, drei davon schwer. Ermittelt wird wegen versuchten Mordes.
Ein Motorradfahrer sei schwerst verletzt worden, zwei weitere ganz erheblich, so Koppers. Bei dem letzten Zusammenstoß habe der Angreifer mit seinem Wagen den dritten Motorradfahrer auf ein vor ihm fahrendes Auto geschoben. Die dreiköpfige Familie in dem Wagen sei leicht verletzt worden.
Dann sei der Mann, der in Deutschland geduldet ist, ausgestiegen und habe eine Munitionskiste auf das Autodach gestellt. In arabischer Sprache habe er gesagt, dass alle sterben würden. Er habe ein Küchenmesser dabei gehabt und mehrfach «Allahu Akbar» gerufen, einen Gebetsteppich ausgerollt und sich darauf niedergelassen. Ein Polizist, der Arabisch beherrscht und mit als erster am Tatort war, habe ihn festgenommen.
Laut Generalstaatsanwältin ist trotz psychischer Auffälligkeiten des Irakers ein gezieltes Verhalten möglich. Der 30-Jährige sollte einem Haftrichter vorgeführt werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 19. August 2020 17:09 Uhr

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