Mutter und Kind angefahren: Prozess wird neu aufgerollt

Mutter und Kind angefahren: Prozess wird neu aufgerollt

Knapp drei Jahre nach einem schweren Verkehrsunfall durch Raserei in Berlin-Kreuzberg wird der Prozess gegen einen 35-Jährigen heute vor dem Landgericht neu aufgerollt. Der Angeklagte, der im September 2017 auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle eine Mutter und ihr damals fünfjähriges Kind angefahren und lebensgefährlich verletzt hatte, war im ersten Prozess unter anderem wegen versuchten Mordes in zwei Fällen zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Auf Revision des Angeklagten hatte der Bundesgerichtshof (BGH) diese Entscheidung aufgehoben.

Kriminalgericht Moabit

© dpa

Der Eingang zum Kriminalgericht Moabit.

Die Richter im ersten Prozess waren zu dem Schluss gekommen, dass der aus Serbien stammende Angeklagte tödliche Folgen billigend in Kauf genommen habe, um zu entkommen und andere Straftaten zu verdecken. Er sei erheblich alkoholisiert und mit stark überhöhter Geschwindigkeit auf eine für ihn rote Ampel zugerast und habe Mutter und Tochter erfasst. Der Verteidiger plädierte auf fahrlässige Körperverletzung. Der Fall wird nun vor einer anderen Strafkammer neu verhandelt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 14. August 2020 03:01 Uhr

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