Wieder Fahrzeuge in Brand gesteckt: Baucontainer beschädigt

Wieder Fahrzeuge in Brand gesteckt: Baucontainer beschädigt

In der Hauptstadt sind erneut Fahrzeuge in Flammen aufgegangen.

Polizei

© dpa

In Hakenfelde brannte in der Nacht zum Mittwoch (22. Juli 2020) ein Transporter einer Haustechnikfirma, das Feuer griff auf einen anderen Transporter über, wie die Polizei mitteilte. Bei einem in der Nähe geparkten Auto entdeckten die Feuerwehrleute zudem einen glimmenden Reifen. Auch ein Baucontainer wurde durch die Hitze beschädigt. Ein 39-jähriger Passant hatte laut der Mitteilung kurz vor Mitternacht Feuerschein und Rauch auf dem umzäunten Parkplatz entdeckt und die Einsatzkräfte alarmiert. Das Landeskriminalamt ermittelt.

Fahrzeugbrand in Wilmersdorf

In Schmargendorf wurden die Rettungskräfte zu einem weiteren Einsatz gerufen. Dort hatte ein Passant gegen 3 Uhr Flammen an einem geparkten Wagen in der Charlottenbrunner Straße bemerkt. Das Auto brannte dennoch völlig aus. Ein dahinter stehender Wagen wurde erheblich beschädigt.
Immer wieder werden nachts Autos in Berlin angezündet. Vor mehr als einer Woche brannten in Neukölln allein auf einem überdachten Mieterparkplatz acht Autos und zwei Mopeds. Ein mutmaßlicher Brandstifter wurde gefasst und sitzt in Untersuchungshaft. Der 32-Jährige sei für die Polizei kein Unbekannter, hieß es.

Neuköllner Familien mussten Mietshaus verlassen

Die Mieter des betroffenen Hauses mussten ihre Wohnungen verlassen und konnten bislang nicht zurück. Das Bezirksamt bat am Dienstag um Hilfe für die rund 120 Bewohner, darunter viele Familien mit Kindern. Wer eine Unterkunft oder Ferienwohnung als Überbrückung anbieten kann, möge sich beim Bezirksamt melden, hieß es. Auch Kleidung und Spielzeug würden gebraucht. Das Mietshaus ist laut Bezirksamt nicht mehr standsicher. Das Gebäude wird jetzt gesichert.

Über 300 Fahrzeuge bislang in diesem Jahr durch Feuer beschädigt

In diesem Jahr wurden laut Polizei in Berlin bereits mehr als 300 Fahrzeuge direkt angegriffen oder durch Flammen beschädigt. Bei den meisten Brandstiftungen werden purer Vandalismus, pyromanische Tendenzen, gezielte Racheaktionen im privaten Umfeld oder Versicherungsbetrug angenommen. Nur bei einem kleinen Teil der Taten sehen die Ermittler einen politisch motivierten Hintergrund.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 23. Juli 2020 08:22 Uhr

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