Überfall auf Taxifahrer: Mutmaßliche Serientäter vor Gericht

Überfall auf Taxifahrer: Mutmaßliche Serientäter vor Gericht

Ein Prozess gegen zwei mutmaßliche Taxiräuber, die für mehrere Überfälle in Berlin verantwortlich sein sollen, hat mit einem Geständnis begonnen.

Taxi

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Er habe Geld gebraucht und deshalb mitgemacht, erklärte ein 25-jähriger Angeklagter am Mittwoch (15. Juli 2020) zu Beginn der Verhandlung am Landgericht. Er und der mitangeklagte 22-Jährige sollen im August 2019 in vier Fällen Taxifahrer attackiert und ausgeraubt haben. Im jetzigen Prozess müssen sie sich für eine der Taten verantworten - Opfer war ein 83-jähriger Fahrer. Für die drei weiteren Überfälle wurden die beiden Männer bereits in einem früheren Verfahren zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.
Die Angeklagten waren vor elf Monaten festgenommen worden. Damals habe der 22-Jährige gestanden und erklärt, sie hätten die Taten begangen, «um ein bisschen Geld zu haben und feiern zu können». Laut Ermittlungen sollen sie zwischen 25 Euro und rund 400 Euro erbeutet haben. Bei allen Taten seien die Angeklagten als angebliche Kunden in das Taxi gestiegen. Der 83-Jährige sei nach Ankunft am Zielort in Berlin-Lichtenberg attackiert worden. Einer der Täter habe ihn von hinten am Hals umfasst, so die Anklage. Das Opfer habe sich jedoch befreien können. Die Angreifer seien mit rund 150 Euro geflohen.
Im ersten Prozess im Dezember 2019 hatte einer der Angeklagten erklärt, er habe auch mitgemacht, «um dem Mittäter zu gefallen». Sie hätten einen Teil der Beute an Automaten verspielt. Das Landgericht verhängte Strafen von drei Jahren und acht Monaten beziehungsweise vier Jahren Haft. Weitere Ermittlungen führten danach zur Anklage im Fall des 83-jährigen Fahrers. Der Prozess geht am 17. Juli weiter.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 15. Juli 2020 12:53 Uhr

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